20 Jahre Seniorenbeirat
Minister gratuliert persönlich

 

NRW-Minister Karl-Josef Laumann lobte während seiner Festrede zum 20-jährigen Bestehen des Seniorenbeirates das Engagement der Mitglieder. „Es war nicht nur eine Arbeit für die älteren Menschen“, so Laumann, „sondern es war auch immer eine Arbeit, die Alt und Jung mit Projekten verbunden hat.“

Prominentester Gratulant der Feierstunde „20 Jahre Seniorenbeirat Altenberge“ war Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Nordrhein-Westfalen. Er übermittelte nicht nur persönliche Glückwünsche, er dankte auch im Namen der Landesregierung für alles, was der Seniorenbeirat in den vergangenen 20 Jahren geleistet hat. „Es war nicht nur eine Arbeit für die älteren Menschen“, so der Minister, „sondern es war auch immer eine Arbeit, die Alt und Jung mit Projekten verbunden hat.“

Es solle in unserer Gesellschaft genauso gehalten werden. In einer Generation solle man nicht nur egoistisch an die Zeit denken, die man selber habe, sondern auch an diejenigen, die nachfolgen. Der Minister würdigte die Arbeit des Seniorenbeirates, dessen Ehrenamtliche der Gesellschaft viel gäben. „Heute heißt Senior zu sein, nicht mehr unbedingt alt zu sein“, so Laumann. Es sei eine andere Ausgangssituation als in früheren Zeiten. Senioren wollten nicht „betüddelt“ werden, sondern selbstbestimmt leben. Gleichwohl steige die Notwendigkeit ärztlicher und pflegerischer Versorgung mit zunehmendem Alter. Fehlende Hausärzte auf dem Land und der Mangel an Pflegekräften seien große Probleme. Speziell für die Ausbildung von Allgemeinmedizinern sei eine Fakultät in Bielefeld in Gründung. Die Versorgung alter Menschen ist durch eine große Zahl von Einrichtungen wie ambulante und stationäre Pflegedienste komfortabler als früher. Dennoch wächst der Bedarf an Personal auf diesem Sektor kontinuierlich und kann nicht ohne Weiteres gedeckt werden. In der Betreuung alter Menschen seien Familie, Nachbarn, Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam gefragt.

Die Seniorenbeirats-Vorsitzende Gaby Schnell begrüßte neben Laumann zahlreiche Repräsentanten der lokalen Politik, der Kreisseniorenvertretung, der Kirche, der Vereine und Ehrenamtliche, die sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten einbrachten. Sie war überwältigt von der Resonanz an diesem Abend, die sich auch durch den komplett gefüllten Saal der Ratsschänke Bornemann ausdrückte. „Die kommunale Seniorenpolitik ist nichts, was einer zeitlichen Begrenzung unterliegt“, hob Schnell hervor. Die Entwicklung zu einer Gesellschaft des langen Lebens bringe es mit sich, dass Seniorenpolitik, wenn auch bislang noch keine kommunale Pflichtaufgabe, weit mehr sei als nur Pflegepolitik.

Gaby Schnell erinnerte auch an den Gründer und Ersten Vorsitzenden Heinz Imhäuser, der damals von der zwingenden Notwendigkeit des Seniorenbeirats überzeugen konnte. Ein Grußwort des ältesten Mitgliedes, Margret Reifig, war schriftlich auf den Tischen ausgelegt. „Ich bin jetzt fast 90 Jahre und sage gern, dass der Seniorenbeirat mein Leben bereichert hat“, stand darin zu lesen.

Die Gemeinde unterstützte mit einem Seniorenbüro als Ansprechstelle, ob Klönkreis, Sportkreis, Singen, Wandern oder Reisen, das soziale Miteinander besitze einen hohen Stellenwert.

„Der Seniorenbeirat hat sich in den vergangenen 20 Jahren für die Belange der Seniorinnen und Senioren stark gemacht, ihre Interessen gegenüber Politik und Öffentlichkeit vertreten“, betonte Bürgermeister Jochen Paus. Er sei stets ein Sprachrohr gewesen und habe Themen, die für ältere Menschen von Bedeutung seien, auf die politische und gesellschaftliche Agenda gebracht.

Der Bürgermeister sprach dafür ausdrücklich seinen persönlichen und den Dank der Gemeinde aus. Weitere Grußworte sprachen Oliver Hordt, Leiter des Edith-Stein-Hauses, und Barbara Eifert, wissenschaftliche Beraterin der Landesseniorenvertretung NRW. Die Theatergruppe der Kfd bereicherte den Abend mit unterhaltsamen Sketchen.

Westfälische Nachrichten vom 20.11.2018