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Wenn der Krieg zum Alltag gehört – Seniorenbeirat besucht Fotoausstellung von Axel Roll
Eine besondere Führung erlebten die Mitglieder des Seniorenbeirats Altenberge bei ihrem Besuch der Fotoausstellung „Wenn der Alltag Krieg heißt“ am Flughafen Münster/Osnabrück. Der Fotograf Axel Roll führte die Gruppe durch seine Ausstellung und Roll begleitet regelmäßig Claus Muchow vom Rotary Club Steinfurt bei den Hilfslieferungen in die Ukraine. Die Aktion wird von sieben Bürgerwindparkbetreibern aus dem Kreis Steinfurt und weiteren Spendern unterstützt.
Die Ausstellung zeigt bewusst keine spektakulären Bilder von Kampfhandlungen oder Zerstörung. Stattdessen richtet Axel Roll den Blick auf den Alltag der Menschen und darauf, wie sehr der Krieg inzwischen zu diesem Alltag gehört. So ist beispielsweise an einem Supermarkt Werbung für die Armee zu sehen. An einem Bürgersteig erinnern große Tafeln mit den Porträts gefallener Soldaten an die Opfer des Krieges. Daran vorbei schiebt eine Mutter ihren Kinderwagen – ein ganz alltäglicher Moment, der durch die Umgebung eine bedrückende Bedeutung bekommt.
Besonders bewegten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bilder, die zeigen, welche Folgen der Krieg für Kinder hat. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr die Menschen bemüht sind, ihren Alltag aufrechtzuerhalten. Beschädigte Gebäude und Einrichtungen werden, wenn möglich, schnell wieder instandgesetzt. Eltern versuchen, ihren Kindern trotz der schwierigen Situation, ein möglichst normales Leben zu ermöglichen und ihnen beispielsweise weiterhin Sport und gemeinsame Aktivitäten anzubieten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 30. September 2026 am Flughafen Münster/Osnabrück zu sehen und kann dank der Info-Tafeln auch ohne Führung besucht werden. Zum Abschluss bedankte sich die Vorsitzende des Seniorenbeirats herzlich bei allen, die sich die Zeit genommen hatten, die Ausstellung gemeinsam zu besuchen und sich auf dieses schwierige und bewegende Thema einzulassen. Für den Seniorenbeirat sei dies zugleich ein Ansporn, auch weitere Menschen zu ermutigen, die Ausstellung zu besuchen und sich selbst ein Bild von der Lebenswirklichkeit der Menschen in der Ukraine zu machen.